Naturschutz

Im Rahmen der Möglichkeiten unseres Vereins möchten wir dem fortschreitenden Insekten- und Artensterben entgegenwirken und auf bisher intensiv genutzten Forst- und Landwirtschaftsflächen Habitate für Tiere, wie zum Beispiel die Gelbbauchunke, schaffen. Deshalb nehmen wir am Vertragsnaturschutzprogramm des Freistaates Bayern teil.

Was sind die konkreten Maßnahmen?

  • Extensive Wiesenbewirtschaftung durch einmalige späte Mahd ab dem 01.07. mit Abfuhr des Mähgutes.
  • Schaffung zusätzlicher Habitatstrukturen durch die Pflanzung von Gebüschen, Hecken und Einzelbäumen sowie Anlage von kleinflächigen Mulden und Senken.
  • Langfristig ist der Abbau der alten Hopfenstangen geplant und die Entwicklung einer artenreichen Wiese mit standorttypischen, heimischen Wiesenblumen durch Mahdgutübertragung.
  • Entwicklung von Teilflächen der Apfelplantage zu einer extensiven Streuobstwiese durch Auflichtung der Bäume und Entwicklung einer extensiven artenreichen Wiese im Unterwuchs.
  • Ausbringen von zusätzlichen künstlichen Habitaten wie z.B. Nistkästen, Fledermauskästen und Nisthilfen für Insekten.
  • Erhalt des Kleingewässers und Verbesserung des Uferbereichs sowie Neuanlage von kleinflächigen Mulden und Senken im Anschluss an die bestehende, biotopkartierte Weiherkette bei Königsgütel.
  • Verzicht auf Dünge- und Spritzmittel auf allen Flächen.

Ziele:

  • Die Entwicklung artenreicher Extensivwiesen und neuer Strukturen in einem größtenteils ausgeräumten und intensiv landwirtschaftlich geprägten Umfeld.
  • Schaffung von Lebensraum und Nahrungshabitaten für gefährdete Tier- und Pflanzenarten, wie zum Beispiel für Insekten, Amphibien (u.a. Gelbbauchunke), Kleinsäuger (z.B. Haselmaus und Fledermäuse) und Vögel (u.a. Baumpieper, Bluthänfling, Dorngrasmücke, Feldsperling, Gartenrotschwanz, Goldammer, Grünspecht, Neuntöter und Rebhuhn).

Ergänzend sind die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen im Rahmen von Workshops, Veranstaltungen und Kursen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (z.B. Pflanzung von Sträuchern, Anlage von Tümpeln, Bauen von künstlichen Nisthilfen) als Bildungsangebot und die Durchführung von faunistischen und floristischen Kartierungen im Umfeld der Flächen ab dem Jahr 2019 geplant.