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Viel Spaß beim Lesen!

 

   

Liebe Freund*innen des Auergarden e.V., 

Mit diesem Newsletter begleiten wir ab und zu, was sich tut, was getan werden kann, teilen Wissen, und erzählen was im weiteren SoLaWi Umfeld noch so passiert.

Berichte und Fotos – was sich tut

Wie erlebt ihr Wind und Wetter? Seit der Mitgliedschaft in der SoLaWi schaue ich anders drauf, mir wird bewusster, was zum Beispiel ausbleibender Regen bedeutet. Dieses Jahr ist vermutlich vielen von uns aufgefallen, dass der April besonders kalt war, der Kälteste seit langem sogar. Im Mai gings dann mit viel Regen weiter und im Juni scheint jetzt auch die Sonne heiter. Aber was heißt das alles für die SoLaWi?

Im April war fast kompletter Ernteausfall. Frisches Grün ist kaum gewachsen, Salate haben sich nicht aus der Erde getraut, auch die Apfelblüte hat sich weit nach hinten verlagert. Es zeigt sich jetzt, dass auch unsere Lieblings-leckeren schwarzen Johannisbeeren sich reichlicher Ernte verwehren, die Blüte ist größtenteils erfroren. Die Äpfel waren zwar zum Glück mit Geduld dabei, zu sagen wie viel Ernte uns blüht, ist aber noch verfrüht. Der Mai kam mit ordentlich Regen daher, so sehr, dass so manche Kultur wie der Spinat sich schwertat, im Regen zu bestehen.

Alles für sich keine Katastrophen, aber wenn sich solche Wetterspielchen häufen, kanns schon mal an die Existenz gehen. Wie schön, dass wir in unserer Gemeinschaft in Solidarität durch dick und dünn gehen, und so auch Ernteausfälle wie dieses Jahr abfangen können. Ein Jahr müssen wir so zwar mal auf Spinat und Johannisbeeren verzichten, dafür können wir mit ein bisschen Glück wieder Tomatensugo für kommende Ausfälle herrichten!

Foto: https://instagram.com/karben_sito

Aktiv werden – was getan werden kann

Wie jeden Monat ist morgen, 26.06. am letzten Samstag im Monat wieder Helfer*innentag. Aktuell gibt es wie den restlichen Sommer, viel zu tun auf dem Feld. Wir freuen uns also über alle die spontan morgen ab 8 Uhr im Garten sein können und mitackern wollen. Wir nehmen auch bei den aktuell geringen Infektionszahlen die Risiken der Pandemie ernst und halten uns an die gängigen Infektionsschutzregeln. Wie in den vergangen Newslettern kommt die Info wieder kurz vor knapp, deshalb könnt ihr euch für frühere Ankündigungen per Mail auch gerne anmelden für Emails zu Helfer*innen Aktionen. Aktuell kommunizieren wir diese Helfer*innentage vor allem über Slack, dieser Verteiler ist jetzt mal ein Versuch, ob sich mehr Menschen gesondert über Infos per Mail dazu freuen.

SoLaWi, c’est la vie – oder: wie die SoLaWi mein Leben verändert

Diesmal gibt es eine neue Rubrik. Gerne möchten wir erzählen, welche Veränderungen wir in unseren Leben beobachten, durch die solidarische Landwirtschaft, und alles was damit verbunden ist. Den Anfang macht dieses Mal Konsti, der von seinem Zugang zu Dankbarkeit durch die SoLaWi erzählt.

Schon eine Weile versuche ich das Gefühl von Dankbarkeit in meinen Tag zu integrieren. Es gibt so viel wofür ich dankbar sein kann und möchte, und doch bekomme ich selten Zugang zu dem Gefühl. Dankbarkeit ist oft religiös in unseren Alltag verankert. Diesen Zugang habe ich nicht recht gelernt. Ich konnte die Worte nicht mit einem Gefühl verbinden, die Worthülsen blieben oft leer.

Irgendwann merkte ich, wie Lebensmittel für mich einen Zugang zum Gefühl der Dankbarkeit bieten. Eigentlich nichts Neues, auch in verschiedenen Religionen wird vor dem Essen den Göttern gedankt. Für mich war es aber weniger die Götter denen ich danken wollte. Es sind die vielen Hände, in vielen Arbeitsschritten, durch die das Gemüse auf meinen Teller gelangt. Es sind die Sonnenstunden, die die Blätter verschiedener Pflanzen eingefangen haben. Es sind die Mikroorganismen im Boden, die dafür sorgen, dass die Pflanzen alles bekommen, was sie zum wachsen brauchen. Es steckt so viel Liebe und Mühe von Menschen und anderen Wesen in jedem Stück Gemüse und Obst!

Diese Sicht auf Lebensmittel konnte ich durch die Möglichkeiten unserer SoLaWi erst bekommen. Im Supermarkt liegen Waren, im Ernteanteil liegen Lebensmittel, zu denen ich eine Verbindung habe. Die Erfahrung Rote Beete beim Jäten im Frühsommer kaum von den sprießenden Wildkräutern unterscheiden zu können, ist für mich untrennbar damit verbunden, wenn ich im Herbst die ersten Handball-großen „Früchte“ in Händen halte.

Jetzt versuche ich mich darin, vor einer Mahlzeit auch mal Zeit zu nehmen. Die Lebensmittel die mir letztlich als Mittel zum (Über-)Leben dienen, haben eine Reise hinter sich. Ein Innehalten im Rausch des Alltags gibt mir die Möglichkeit all das wertzuschätzen, diese Reise und alle Weggefährten, allen voran unseren Gärtner*innen.

Vernetzung – was drum herum noch passiert

Folgt uns auch auf Instagram für aktuelle Beiträge und vor allem Fotos vom Ernteanteil und Aktionen vor Ort.

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Wenn ihr uns besser kennenlernen wollt, schreibt uns eine Email an solawi@auergarden.de, werdet Mitglied und/oder kommt zu unseren monatlichen Helfer*innentagen. Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit erdigen Händen an der sozial-ökologischen Transformation zu bauen!

Herzliche Grüße vom Auergarden!

Solidarische Landwirtschaft Auergarden

Auergarden e.V.
Verein zur Förderung regionaler Selbstversorgung und unabhängiger Lebensformen

auergarden.de

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