Newsletter

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Viel Spaß beim Lesen!

 

   

Liebe Freund*innen des Auergarden e.V., 

mit diesem Newsletter begleiten wir ab und zu, was sich tut, was getan werden kann, teilen Wissen, und erzählen was im weiteren SoLaWi Umfeld noch so passiert.

Der letzte Newsletter ist eine Weile her, und deshalb steht hier diesmal ein bisschen mehr. Die Saison 2021 ist rum, übrig bleibt die Erinnerung, es war ein aufregendes Jahr, einfach wars nicht, auch im zurückblickenden Licht. Die neue Saison wird sich erst in den kommenden Wochen aus dem Winterschlaf erheben, ein guter Zeitpunkt um ein paar Ausblicke zu geben.

Berichte und Fotos – was sich tut

Ende Oktober feierten wir an einem von Sonne durchtränkten Tag ein lang ersehntes Erntedankfest. Nach einem aktiven Vormittag auf dem Feld durften wir uns durch die reich gedeckten Tafeln im Apfelgarten schlemmen. Vor der einbrechenden Kälte konnten wir uns dann abends ans Lagerfeuer zurückziehen. Alle die auch die Nacht im Garten durchgestanden haben, konnten selbst Ende Oktober das Frühstück noch mit frischen Himbeeren vom Strauch verfeinern.

Mit der Saison 2021 ging auch die gemeinsame Zeit der Gärtnerei im Auergarden.und Julia Laas als Gärtnerin vorüber. Julia hat mit ihrer großen Expertise und ihrem immensen Tatendrang große Veränderungen im Verein angestoßen und entscheidend darauf hingewirkt, wo wir heute stehen. Die Verabschiedung von Julia als Teil des Gärtner*innenteams fällt uns entsprechend schwer. Auch im Prozess dieser Trennung durften wir als Vorstände noch viel lernen, mehr dazu noch später. Eine Konstante, im Garten wie im Leben, ist Veränderung. So freuen wir uns mit Louis Stuhlreiter bereits im vergangenen Oktober und ab dieser Saison mit Christian Bachmann Verstärkung im Gärtnerteam begrüßen zu dürfen.

Im Dezember konnten wir in unserer Mitgliederversammlung wichtige Punkte beschließen: einstimmig wurde Julia Laas zum Ehrenmitglied für ihre Verdienste im Verein ernannt. Auch unser Budget für die Saison 2022 wurde bewilligt. Mit einer ersten Vollzeitstelle und zwei Teilzeitstellen nähern wir uns wieder ein Stück unserem Ziel von fairer Bezahlung für unser Gärtnerteam. Als Solidarische Landwirtschaft wollen wir uns von profitorientierten Logiken befreien, die leider nicht nur in industrieller Landwirtschaft gelten. Gerechte Bezahlung und angemessene Arbeitszeiten sind also auch für uns eine echte Herausforderung. Wir hoffen, dass wir mit mehr Stellen in der Saison 2022 alle Beteiligten entlasten und ein paar Schritte weiter in die richtige Richtung gehen.

Aktiv werden – was getan werden kann

In dieser Saison können wir wieder die Unterstützung von euch allen brauchen, von euch Mitgliedern aber auch von allen Interessierten. Durch die neu geschaffene Stelle wächst unser für 2022 kalkuliertes Budget erneut, wie schon zuvor mit Personalkosten als weitaus größtem Posten. Wir wollen und müssen daher in dieser Saison mehr Menschen finden, die sich die hoffentlich reichere Ernte teilen wollen und sich damit an den Kosten beteiligen. Dieses Wachstum können wir aber nur gemeinsam schaffen. Am besten gewinnen wir neue Ernteteiler*innen dazu, wenn diese im direkten Kontakt mit euch, als vom Konzept der SoLaWi Überzeugten, davon erfahren. Deshalb sprecht über den Auergarden, erzählt euren Freund*innen davon, dass wir ab April wieder neue Ernteanteile zu vergeben haben.

Wir können euch jedoch beruhigen, wir streben kein endloses Wachstum an. Dieses Jahr wollen wir auf etwa 100 Ernteanteile im Mittel wachsen, mit 120 Ernteanteilen in der Spitze. Wir möchten so groß werden, dass faire Löhne bezahlt werden können, aber nicht so groß, dass der direkte Kontakt nicht mehr möglich ist. Wir schätzen, dass dieser Gleichgewichtswert irgendwo zwischen 100-200 Ernteteilenden liegt.

Wissen und Skillshare - was Neues lernen

Schon vor einer ganzen Weile konnten wir eine Seite des Apfelgartens kennenlernen, die uns sonst verborgen bleibt. Zusammen mit dem Schmetterlingskenner Rudi Ritt durften wir mit einer kleinen Gruppe eintauchen in die wuselige Welt der Insekten im Apfelgarten, dank Leuchtfalle mitten in der Nacht. Mit Hilfe unterschiedlicher Lichtfarben werden die verschiedensten nachtaktiven Lebewesen angelockt und können auf einem Netz vor den Lampen hautnah begutachtet und zur Bestimmung fotografiert werden. So konnten mindestens 115 verschiedene Schmetterlingsarten, 7 Käferarten, 4 Wanzenarten und 6 sonstige Insekten und Spinnentiere bestimmt werden. Während einige Arten unbestimmt blieben, waren auch 5 Schmetterlingsarten dabei, die sogar Rudi Ritt das erste Mal zu Gesicht bekam, und das bei dutzenden Leuchtaktionen jedes Jahr seit vielen Jahren. Nach ein paar Stunden flogen alle Tiere wieder zurück in den Nachthimmel. Neben diesem tollen Fazit in Zahlen, ist das Leuchten nach den Insekten und sonstigen nachtaktiven Lebewesen aber immer ein absolut Augen-öffnendes Erlebnis, das wir dieses Jahr wiederholen möchten. Wer gerne bei einer nächsten, möglicherweise spontaneren, Aktion im Sommer benachrichtigt werden möchte, kann sich einfach bei konsti@auergarden.de melden.

 

Vernetzung – was drum herum noch passiert

Vielleicht klingt es durch, die vergangene Saison war nicht immer leicht wie der Flügelschlag der Schmetterlinge. Wo gearbeitet wird fallen Späne, wo Menschen zusammenarbeiten gibt es Konflikte. So wie die Späne im Kreislauf der Natur auch als Dünger wieder neues Leben nähren können, so können Konflikte dazu beitragen die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Aber um diese Nährstoffe umsetzen zu können, braucht es Wissen und Erfahrung, um nachhaltig zu wachsen, statt die Substanz abzunutzen.

In der ehrenamtlichen Arbeit, um unseren Verein am Leben zu erhalten, stoßen wir immer wieder an persönliche Grenzen und Überlastung. Wir möchten deshalb gerne externe Expertise hinzuziehen, um uns als Organisation weiterzuentwickeln. Konkret heißt das, wir möchten Berater*innen hinzuziehen, um die Abläufe, Rollen und Kommunikation von Vorstand, Gärtnerei und allen sonstigen Verantwortlichen aus der Mitgliedschaft so zu strukturieren, dass Konflikte den Raum bekommen, der nötig ist, um daran zu wachsen, statt zu zerbrechen. Zum Glück sind wir inzwischen als Verein finanziell so aufgestellt, dass wir in solche Beratung investieren können. Wir laden auch alle Mitglieder ein, die sich für solche Prozesse interessieren und sich einbringen wollen, sich an dieser Organisationsentwicklung zu beteiligen. Schreibt uns dazu einfach an vorstand@auergarden.de. Wenn sich erste konkrete Schritte ergeben, informieren wir auch wieder an dieser Stelle, was sich tut.

Aus persönlicher Erfahrung möchte ich hier auch gerne teilen, welch großes Potenzial darin liegt, wenn Menschen sich auf den Weg begeben, zu lernen sich kollektiv zu organisieren. In unserer Gesellschaft sind wir sehr geübt darin Verantwortung eher wenigen Führungsfiguren zu überlassen. Es ist eine wichtige Aufgabe der sozial-ökologischen Transformation andere Formen der Führung zu finden. Lasst uns im Rahmen der SoLaWi zusammen üben und lernen.

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Wenn ihr uns besser kennenlernen wollt, schreibt uns eine Email an solawi@auergarden.de, werdet Mitglied und/oder kommt zu unseren monatlichen Helfer*innentagen. Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit erdigen Händen an der sozial-ökologischen Transformation zu bauen!

Herzliche Grüße vom Auergarden!

Solidarische Landwirtschaft Auergarden

Auergarden e.V.
Verein zur Förderung regionaler Selbstversorgung und unabhängiger Lebensformen

auergarden.de

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